Jedes Jahr zu Ostern stellt sich dieselbe Frage: Wie schafft es der Osterhase eigentlich, Eier zu legen, und warum sind sie bunt? Die Antwort findet sich weniger in der Biologie als im gewerblichen Rechtsschutz.
Ein Streifzug durch die Patentdatenbank DEPATISnet des Deutschen Patent- und Markenamts (DPMA) offenbart mehr als ein Jahrhundert erfinderischer Lösungen. Bereits 1894 wurden mechanische Osterhasen patentiert, die mithilfe von Kanälen, Magazinen, Federwerken und Klappen Eier, Süßigkeiten oder Münzen abgeben. Spätere Anmeldungen ergänzten Ohren- und Pfotenbewegungen, kontinuierliche Ausgabe, Rückführmechanismen sowie Verfahren zum Kochen, Färben, Etikettieren und Dekorieren von Eiern.

Der Osterhase ist damit weniger ein Naturwunder als ein Paradebeispiel technischer Kreativität. Manchmal liegen die Antworten eben in den Patentansprüchen.
